Sternenkinder - Tabu für Totgeborene brechen

Sie haben keine Namen und sie stehen in keinem Personenregister. Es sind Kinder, die tot, mit einem Gewicht unter 500 Gramm, geboren wurden und ihren Eltern oft nicht einmal gezeigt werden. Sie werden "entsorgt."Es sind die "Sternenkinder".

Dieses Problem wollen Engagierte ändern und damit ein Tabu brechen. Nachdem sich der Verein Sternenkinder schon länger bundesweit für einen würdigen Umgang mit diesen Kindern einsetzt, ist ein solcher Verein nun auch in der Region aktiv:

"Sternenkinder Anhalt-Bitterfeld" heißt er. Uwe Marczok als Vorsitzender, sieht in dem derzeit noch bestehenden Bestattungsrecht eine große Lücke. Nach dem deutschen Recht, das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, sind diese Totgeburten nicht bestattungs- und registrierungspflichtig. "Wenn man aber davon ausgeht, dass ein Kind in diesem Stadium schon voll ausgebildet ist, sollte man den Eltern die Möglichkeit geben, würdevoll Abschied nehmen zu können",

sagt der Vereinschef.