Kurzüberblick über Bestattungsarten und Bestattungformen

Welche Bestattung ist die richtige? Die Erd-, Feuer- oder Seebestattung oder doch eine der neueren Formen wie die Baumbestattung oder ein Erinnerungsdiamant?

Wichtiges zur Erdbestattung und dem Grab

ErdbestattungBei der Erdbestattung erfolgt die Beisetzung in einem Sarg, welcher aus verrottbarem Material besteht. In Deutschland ist dieses verrottbare Material Holz.
Erdbestattungsgräber werden je nach Friedhofsordnung als Wahl- oder Reihengräber, anonym oder mit einem Grabstein angeboten.
In einem Reihengrab wird im Allgemeinen nur ein Verstorbener beigesetzt. Die Verlängerung der Ruhezeiten ist demzufolge in der Regel nicht möglich.
Wahlgräber unterliegen hinsichtlich der Wahl des Standortes und der Ruhezeit den jeweiligen Friedhofsordnungen. Die Ruhezeit ist in der Regel bei entsprechender Verlängerung unbegrenzt. Auch die Anzahl der Verstorbenen kann je nach Größe der Wahlgrabstelle unterschiedlich sein, aber mindestens zwei Verstorbene betragen.
Gräber mit mehr als einem Verstorbenen werden nach der Anzahl der möglichen Bestattungen benannt: Doppelgräber, Dreifachgräber, etc. Weiterhin können Wahlgräber sowohl in die Breite als auch Tiefe angelegt werden. Bei einen Tiefengrab befinden sich maximal zwei Särge übereinander.
In seltenen Fällen können Erdbestattungen in Gruften stattfinden. Die Aufnahme von Särgen in Gruften ist sehr unterschiedlich und beträgt mindestens drei Särge.

Die Feuerbestattung

FeuerbestattungBei der Feuerbestattung, auch Einäscherung oder Kremation genannt, wird der Verstorbene kremiert, also verbrannt. Die übrig gebliebene Asche wird zur weiteren Beisetzung in eine Aschekapsel gefüllt und auf einem Friedhof beigesetzt. Die Aschekapsel kann dann noch durch eine Schmuckurne ummantelt werden. Die Aufbewahrung Zuhause oder die private Verstreuung der Asche ist in Deutschland verboten. Die Bestattung unterliegt in Deutschland dem Friedhofszwang, so dass Asche auf Friedhöfen beigesetzt werden muss. Bei den alternativen oder naturnahen Bestattungen gibt es Ausnahmen für den Friedhofszwang.
Auch bei der Feuerbestattung gibt es je nach Friedhofsordnung Reihen- und Wahlgräber. Ebenso ist die Beisetzung in Erdgräbern und in Kolumbarien möglich.

Die Seebestattung für den etwas anderen Abschied

SeebestattungAls Voraussetzung einer Seebestattung erfolgt die Einäscherung des Verstorbenen. Bei einer Seebestattung ist der Friedhof sozusagen die See bzw. das Meer. Wie bei einer Bestattung auf dem Friedhof können Angehörige bei der Beisetzung auf See teilnehmen oder auch noch eine Trauerfeier mit dem Sarg vorab begehen. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne aus Zellulose, Sand- oder Salzstein dem Wasser übergeben. Die Übergabe der Urne in die See erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in der Nordsee oder Ostsee (unreiner Grund) aber auf Wunsch ebenso außerhalb von Deutschland auf allen Weltmeeren. Die Beisetzung selbst kann z. B. über bestimmten Positionen von untergegangenen Schiffen sein. Den Angehörigen wird nach der Seebestattung eine Seekarte mit dem Beisetzungsort übergeben. Da man in seiner Trauer oder zum Gedenken nicht jederzeit dorthin fahren kann, ist eine jährliche Fahrt zum Todestag eine schöne Idee.

Alternative und naturnahe Bestattungen

Alternative und naturnahe BestattungenDie Erd- und Feuerbestattung auf dem Friedhof sowie die Seebestattung sind die drei klassischen, deutschen Beisetzungsarten. Inzwischen gibt es weitere Möglichkeiten für die Bestattung und auch für mobile Erinnerungsstücke.
Die Baumbestattung in abgegrenzten Gebieten oder auch die Waldbestattung, beispielsweise im FriedWald oder Ruheforst, bieten für Natur- und Gartenfreunde eine friedliche, grüne Ruhestätte ohne Eingriffe in die Natur.
Für den Berg- und Wanderfreund gibt es z. B. die Bestattung auf einer Alm, in den Alpen oder auf der Wiese.

Für ein Erinnerungsstück mit etwas Asche des Verstorbenen, was man immer bei sich tragen kann, bieten sich das Amulett oder der Diamant an.

  • Bevor Sie sich für eine Beisetzungsform oder Grabart entscheiden, lassen Sie sich gerne ausführlich von unseren Mitarbeitern in den Anteafilialen oder bei einem Hausbesuch beraten.
  • Gibt es Wünsche, die von einer Erdbestattung abweichen, sollten diese vor dem Tod in einem verbindlichen Vorsorgevertrag festgelegt werden.